Unternehmenskultur als Basis für «Remote Work»

Unternehmenskultur und Remote Work_ Blattvier Noah Gautschi
Unternehmenskultur und Remote Work_ Blattvier Noah Gautschi

Immer wieder stossen wir bei Mandaten auf Organisationen, die sich mit dem Thema «Remote Work» sehr schwertun. Oftmals würde die Unternehmenskultur alle Voraussetzungen für das «Mobile-Office» erfüllen, aber die Möglichkeiten werden künstlich eingeschränkt. Nachfolgend ein paar von uns beobachtete Möglichkeiten, wieso dem Arbeitnehmer «Remote Work» nicht zugetraut wird.

Wieso stellt sich eine Organisation gegen «Remote Work»:

Die nachfolgenden Punkte konnten wir öfters bei Organisationen beobachtet, die mit dem Thema «Remote Work» zu kämpfen haben. Meistens ist die Unternehmenskultur in diesen Fällen «Remote Work» tauglich, kann in der Praxis aber nicht wirtschaftlich umgesetzt werden.

  • Ungenügendes Stellenprofil. Viele Organisationen sind sich über die Stellenprofile ihrer Mitarbeiter nicht genügend bewusst. Wenn man nicht weiss, was die eigenen Mitarbeiter den ganzen Tag arbeiten, bleibt einem leider nur die Präsenzzeit und die Überwachung als Indikator.
  • Künstliche Abhängigkeiten. Organisation, die streng hierarchisch aufgebaut sind und bei denen alle Entscheide Top-down erfolgen müssen, erziehen ihre Mitarbeiter quasi zum ständigen Nachfragen. Dadurch holt sich der Mitarbeiter für alle Arbeitsschritte die Erlaubnis der vorgesetzten Stelle ein, was ein wirtschaftliches und unabhängiges Arbeiten verunmöglicht.
  • Unsichere Führungskräfte. Oftmals stellen wir ungünstigerweise auch grosse Unsicherheiten bei den verantwortlichen Führungskräften fest. Überforderte Mitarbeiter in führenden Positionen schaden nicht nur dem Thema mobiles Arbeiten, sondern der gesamten Unternehmenskultur.
  • Ungeregelte Zuständigkeiten. Will eine Organisation «Remote Work» einführen und leben, benötigt sie geregelte Zuständigkeiten und Verantwortungen. Nur so am Rande: Genau diese Verantwortungsbereiche bergen oftmals Potenzial, um interessierten Mitarbeitern eine Chance zur Weiterentwicklung anzubieten.

Natürlich gibt es Arbeiten und Abläufe, die eine Präsenz vor Ort voraussetzen. Diese gilt es gezielt in der Implementierung von «Remote Work» zu berücksichtigen.

Gezielte und individuelle Betrachtung der Unternehmenskultur

Die Gründe, welche eine Organisation hindern, die Vorteile von einer «Remote Work»-Kultur auszuschöpfen können zahlreiche Indikatoren beinhalten. Für eine korrekte Definition der Prozesse, ist es wichtig, jedes Unternehmen individuell und gezielt zu analysieren. Hier geht es zum Blattvier-Kultur-Check.

Noah Gautschi

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